Postcard Edition Berghain V - Postkarten-Edition Berghain 5

2016
Postkarten-Set à 3 Stück mit 1 Motiv
Auflage 1500 Stück

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Nach dem "Black Whole" von 2016 wollten Ades Zabel und reproducts es diesmal richtig bunt treiben. Was Unwissende jedoch für illegales Pappmaterial halten, ist dem aufmerksamen Besucher wohlbekannt. Um die Vernichtung des Moments durch fotografisches Ablichten zu verhindern, werden am Eingang die Handy-Kameras mit bunten Aufklebern überdeckt. Ein nur scheinbar rein symbolischer Akt, denn diese Maßnahme wirkt sehr gut - es wird seitdem praktisch nicht mehr im Berghain fotografiert und gefilmt. So geht es dieses Mal um das Sehen und das Nichtsehen. Ebenso wie das Draußen und das Drinnen. Also dreht sich am Ende wiederum alles um die Tür.

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Generation Y

2017
Postkarte
Archiv reproducts

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... im Aufbruch zu dem Marsch durch die Institutionen ihrer Großeltern.

Brötchentütendesignkritik

Ton/Bild-Serie für Multimedia-Performance

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Das Frühstück heute im Kurhotel noch schlimmer als die letzten Tage:
komplett ungenießbar, selbst der Kaffee angebrannt.
Deshalb schnell auf ein Brötchen zum nächsten „Bäcker“, vor meiner ersten Anwendung heute.

Im Bäckerladen natürlich das nächste Desaster: die Brötchen zwar einigermaßen o.k., aber als ich dann die Tüte sehe, ist ein für alle Male Schluss. Ich atme dreimal langsam ein und noch langsamer wieder aus, um in meinen Dozenten-Modus zu wechseln. So wie in meinen Vorlesungen an der Creative School of Excellence in Wuppertal. Extreme Ereignisse fordern extreme Maßnahmen. Sich aufregen und pöbeln bringt hier nichts, diesen Leuten muss mal jemand von Grund auf erklären, wie der Hase läuft!

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Tarzans Eskapaden

Retro-Tip: Der Tip, der zu spät kam

Tarzans größtes Abenteuer, So, d. 8. November 1970, 15.25 Uhr im 2. Programm
Nur mit Röhrenfernsehgeräten und extraterrestrischer Antenne zu empfangen

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Tarzan kämpft gegen Treibsand und Stromschnellen, Krokodile und Giftschlangen, Banditen und Mörder, die vor nichts zurückschrecken.

Eine Bande von vier Männern und einer Frau hat aus einer Urwaldsiedlung Dynamitkisten gestohlen und bei dem Überfall einen Wächter getötet. Urwaldtrommeln rufen Tarzan zu Hilfe. Der Dschungel-König ahnt, was die Banditen vorhaben: Sie wollen sich eine Diamantenmine aneignen und die kostbaren Edelsteine aus dem Berg sprengen. Unterstützt von einer Hubschrauber-Pilotin namens Angie verfolgt Tarzan die Verbrecher. Dabei erlebt er sein "größtes Abenteuer".

Fernsehmuseum reloaded

Ein untotes Projekt kehrt zurück

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FERNSEHFRIEDHOF.DE
… die kollektive Schau der flimmernden Fernsehleichen

Abteilung DG und reproducts waren mit dem Fernsehmuseum in der Z-Bar wie immer heillos der Zeit voraus, als sie im Jahr 2001 die Soziale Plastik zum gemeinsamen Anschauen und Verarbeiten vergangener und zukünftiger TV-Traumata im Kino-Therapie-Saal dieser unbeugsamen Enklave im Herzen der Hauptstadt eröffneten. Doch jene Zeit war noch nicht reif für die Erkenntnis, dass Fernsehen in jeder Hinsicht eine museale Würdigung verdient. Einerseits weil es eine gigantische, großartige Kulturleistung ist, die eine immense Wirkung auf den Einzelnen wie die Gesellschaft hatte. Andererseits weil uns schon damals die goldenen Zeiten der linearen Einbahnstraßen-Glotzerei unwiderruflich vorbei schienen. Uns war klar, dass der interaktiven, nonlinearen „on demand“-Zapperei in zeitlicher Fragmentierung die Zukunft gehört. Und nun ist bereits eine Generation herangewachsen, die gar nicht mehr weiß, was das eigentlich war, dieses „Fernsehen“ – und vor allem dieses seltsame Ritual, das die Alten „gemeinsames Fernsehgucken“ nannten. Na bitte, diese Zeit ist nun also reif! reproducts und Abteilung DG reaktivieren mit Hilfe ihres endlosen Videoarchivs die Zeitmaschine wieder, setzen den Kristall-Hebel in die Steuerung, ziehen ihn bis Anschlag zurück – und laden ein, sich unter fachkundiger und psychologischer Betreuung diesem vergessenen Ritual auszusetzen und gemeinsam in eine Zeit zurückzureisen, als Antennen noch Wünschelruten für Sphärenschätze waren, die dem Menschen in der Masse via Kathoden-Totem Information und Unterhaltung brachten.

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Für eine würdige Premiere dieser ersten Neugestaltung der Sozialen Plastik Fernsehfriedhof.de am 6. Februar 2017 im Kino-Therapie-Saal der Z-Bar in der Bergstraße widmen wir uns einem Klassiker des Ratgeber-Fernsehens. Man muss dabei bedenken, dass das Fernsehens bis in die 90er Jahre hinein quasi der Halbgott in Bunt war. Was aus der Röhre strahlte, galt als die Wahrheit in 625 Zeilen PAL! So hatten dann auch die Medizin-Sendungen das Gewicht eines Chefarzt-Wortes. Niemand wusste das besser als Hans Mohl, der von 1964 bis 1993 „Gesundheitsmagazin Praxis“ im ZDF präsentierte. Zur gemeinsamen Analyse wird eine Ausgabe von 1992 vorgelegt, in der sich alles um die richtige, gesunde Ernährung dreht. Zusammen mit Computergrafiken, von denen einem schwindelig werden kann. Aber Schwindel ist ohnehin das Stichwort! Trotz aller guten Ratschläge und Aufforderungen zum Genussverzicht: Die Statistik belegt eindeutig, dass der Großteil der Leute, die die Sendung damals live gesehen haben, heute trotzdem tot sind! Tolle Bilanz dieser „gesunden Ernährung“.

FERNSEHFRIEDHOF.DE
Eröffnung am Montag, 6. Februar 2017 um 20 Uhr
Z-Bar, Bergstraße 2, 10115 Berlin

danach monatlich, jeweils am ersten Montag

Eintritt frei, Spenden werden nicht abgelehnt

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„In einen Toten tritt man ein wie in eine offene Stadt“
Jean-Paul Sartre