20.07.2016

Es spricht: Der Virginian

Retro-Tip: Der Tip, der zu spät kam

Die Leute von der Shiloh-Ranch, So, d. 8. November 1970, 17.15 Uhr im 2. Programm
Nur mit Röhrenfernsehgeräten und extraterrestrischer Antenne zu empfangen

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Heute spricht James Drury selbst über "Die Leute von der Shiloh-Ranch":

Diese neue TV-Serie erzählt die Geschichte des reichen Ranchers Henry Garth (Lee J. Cobb), seiner Tochter Betsy (Roberta Shore) und des Vormanns auf der Garth-Ranch, Virginian, (den spiele ich). Die Fernsehstory geht auf einen klassischen Westernroman zurück, der 1902 von Owen Wister unter dem Titel "Virginian" geschrieben wurde. Das Buch ist bisher viermal verfilmt worden. "Virginian" war übrigens der erste US-Tonfilm, der – mit Gary Cooper in der Titelrolle – 1929 über die Leinwand flimmerte. Seit geraumer Zeit ist "Virginian" – oder wie die Serie jetzt heißt: "Die Shiloh-Ranch" – auf den US-Bildschirmen zu sehen. Wir, die Serien-Crew, freuen uns sehr, dass unsere Story nach Deutschland kommt und dort mindestens ein Jahr lang laufen wird. In der ersten Folge (am Sonntag um 17.15 Uhr im 2. Programm) passiert schon einiges: Der Journalist Templeton kreuzt auf der Ranch auf. Er will Henry Garth interviewen. Betsy Garth verliebt sich heftig in den Fremden. Diese Zuneigung kostet sie fast das Leben.
Euer James Drury

13.07.2016

Hundekot, schön harten?!

TV-Archiv reproducts:
»Unterbewusstes Fernsehen«

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Ein zentraler Bestand im Archiv von reproducts stellen die Objekte dar, in denen sich innerhalb der strengen Formen medialer Formate für einen Moment in die öffentliche Äußerung etwas ganz Privates drängt. Das Fernsehen, allzumal das Live-TV, sind für solche Momente prädestiniert. Geschriebenes bietet viel mehr Reaktionszeit, um etwas zu revidieren, oder der Text geht ohnehin durch so viele Filterschichten, dass diese Momente leicht beseitigt werden können. Und das gilt, wenn auch mit deutlichen Einschränkungen, selbst noch für digitale Schrift-Veröffentlichungen im Netz. Im bewegten Bild aber – wie Fernsehen, zum Beispiel im Rahmen einer Spielshow –, drücken sich diese Statements einfach so aus den Gehirnwindungen der Menschen heraus. Und dann liegt die Wurst da!

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Ein Hoch auf den Luxus!

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MyHamIsMyBurg.Hamburg

Als damals das, was wir ohnehin schon länger taten, mit der Gründung von reproducts im Jahr 1989 einen Namen und eine konkrete Form bekam, traten wir mit einem Grundsatz an: reproducts arbeitet außerhalb von jeder ökonomischen Notdurft und die Tätigkeiten der Gruppe folgen nur dem, was der Gruppenkonsens aus den inneren Notwendigkeiten gebietet.

Heute, 27 Jahre später, sind wir sehr glücklich, dass wir nie etwas verkaufen wollten – und uns so nie dem Diktat des Marktes ergeben haben. Dadurch war und ist alles, was wir machen, der pure Luxus. Ein Luxus, der in der Kakophonie des Schaffenmüssens, des Am-Ball-Bleibens, der Galerievertragserfüllung, des Sich-gegen-das-Vergessen-in-der-schnelllebigen-Medienvielfalt-Stemmens vor allem eines bedeutet: Schweigen zu können, wann immer man nichts zu sagen hat.

Und wir hätten uns in der Tat nie träumen lassen, dass den Mitgliedern der Gruppe unisono sechs Jahre lang der Text abhanden kommt. Aber genau so ist es. Und so haben wir seit 2010 weder etwas gedacht noch gemacht noch veröffentlicht. Nur das Archiv gepflegt.

Damit ist es vorbei. Genau gesagt eigentlich schon seit Sommer 2015. Den Stein des Anstoßes setzte Curt Sprode, unser Webdoktor. In einem internen Rundschreiben stellte er fest, dass die reproducts-Website entweder vom Netz genommen oder aber komplett neu gestaltet werden muss. „Es macht keinen Sinn, das Wort an die Welt zu richten, und dann alles zu vernuscheln“, so Sprode in seiner Mail. Recht hat er!

Mit der Umstellung von reproducts.de auf Responsiveness wurden dabei auch alle Inhalte einer Prüfung unterzogen. Und damit kam auch das Bedürfnis auf, sich wieder vermehrt zu äußern und zu allem Überfluss, aus dem wir hier schöpfen dürfen, etwas vollkommen Neues zu wagen: reproducts wird etwas verkaufen! Das erscheint uns als das Folgerichtige, wo wir heute in unserer privaten, persönlichen Ökonomie darauf nicht nur philosophisch pfeifen, sondern auch auf keinen Fall angewiesen sind.

Ja, wir wollen etwas verkaufen und wir wollen den Ort loben, der nun schon so lange der räumliche Kristallisationspunkt unserer Tätigkeit ist. So viele Abgesänge auf das Tor zur Welt hat dieses ZDF unter den Städten, das in seiner pfeffersäckischen Krämerseele immer nur „me too“ kennt, schon erlebt. Was für einen Braindrain haben wir die letzten 27 Jahre in die neue Hauptstadt erlebt. Ein Sog, den wir begleitet und dem wir doch immer widerstanden haben, denn wir wollten nie in Beuystown, wo jeder Dutt ein Künstler ist, unser Basislager aufschlagen. Wir brauchen den harten, kalten Wind von vorn, der die ökonomische Verweigerung missachtet und ihre ausübenden Anhänger auf den steinigen Weg schickt.

Hier denken wir, hier arbeiten wir, hier reden wir, hier schweigen wir.

Darum sagen wir:

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Und dieses Statement kann man – wie es sich für eine Kaufmannsstadt gehört – selbstverständlich kaufen und die so erworbene Überzeugung anziehen. Als T-Shirt-Motive auf Schwarz oder Weiß, in den Größen S, M, L und XL bzw. M und L.

Und hier sind die Motive anzuschauen – und zu bestellen: MyHamIsMyBurg.Hamburg

Außerdem liegen die T-Shirts auch bei Under Pressure im Schanzenviertel aus.

Ansonsten werden wir unter reproducts.de wieder mehr am öffentlichen Diskurs zu Fragen der Zeit, des Woher und Wohin, und vielleicht sogar des Warum teilnehmen.

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Pelzfreunde

2016
Text/Bildserie für Multimedia-Performance

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Arco: Die feine Glätte seines entborsteten Kinns steht in krassem Gegensatz zu der animalischen Struppigkeit seines Wolfspelzes. Er dünstet eine natürliche Dominanz aus, die von seiner schwitzigen Fellkrone emporsteigt. Fast möchte es scheinen, als könnte Arco in diesem Berg aus Haaren verschwinden, aber seine entschlossene Rechte zwingt die Form mit eisernem Griff und zeigt unmissverständlich, wer der Herr in seiner Haut ist.

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24.12.2015

Postkarten-Edition Berghain 3

2015
Postkarten-Serie mit 3 Motive
Auflage je 500 Stück

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…und plötzlich ist es eine Tradition, dass der Berliner Künstler Ades Zabel und reproducts gemeinsam für die Mitarbeiter dieser Berliner Version eines Kneippschen Gehirnwassertretbeckens eine Postkarten-Edition entwickeln und fertigen, die mit Einverständnis der Eigner und Geschäftsführer des Berghain auf der internen Weihnachtsfeier verteilt werden. Außerdem finden wie immer auch einige Sätze den Weg zu guten und geschätzten Gästen des Hauses.

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24.12.2013

Postkarten-Edition Berghain 2

2013
Postkarten-Serie mit 3 Motive
Auflage je 500 Stück

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„Mein Bad Berghain“
KOLOSS mit freundlicher Genehmigung von Per Crustod
aus dem Gedichtband „odes à l'exces“
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Nachdem die erste Postkarten-Edition auf der Weihnachtsfeier 2011 ein so schönes Echo bei den Mitarbeitern des Berghain fand, beschließen Ades Zabel und reproducts, eine weitere Edition zu konzipieren und fertigen zu lassen.

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Panorama Deutschland: Minigolf

2013
Digital-Video, 9 Minuten
Sprecher: Jörg Wagner
Titelmusik: Felix Kubin

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Ein selbst gestalteter Minigolfplatz im bayrischen Innzell

Ein weiterer Teil in der losen Folge von Panorama Deutschland.

Diesmal sogar mit einem Blick auch ins europäische Ausland, denn Minigolf wird überall gespielt.