01.07.2005

Weitermarschieren!

Der Love in die Parade gefahren

Fernsehmuseum: Musikfernsehen

loveparade

Die Alcopops sind teurer geworden und die komplizierten Knöchelbrüche umgestürzter Buffaloträger immer noch nicht verheilt. Den Loveparade-Veranstaltern ist einfach kein neuer Trick zur Steuerabschreibung eingefallen und Dr. Motte hat Angst vor der endgültigen Tot-Ehrung durchs Bundesverdienstkreuz - so und ähnlich lauten Erklärungsversuche, warum es keine LoveParade®©™Schutzmarke mehr gibt. Fest steht: Im reproducts-Archiv wippen schon seit Anfang der 90er zahlreiche Dokus und Schnipsel zu diesem Thema ungeduldig mit ihren kleinen Füßchen und warten, dass der Bass einsetzt. Dieser Moment ist nun gekommen - Techno ist tot, lang lebe Techno!

Feiern wir gemeinsam ein Wiedersehen mit Mate Galic und Sabine Christ, die 1995 die legendäre Housefrau präsentieren! Begrüßen Sie auf das herzlichste Patricia Pantel und ihre unnachahmliche Live-Berichterstattung von der Liebesfront! Seien Sie gespannt, was Marusha bei Gottschalks Late Night und in Bios Küche zu Techno zu sagen hat! Begleiten Sie namenlose junge Leute und staunen sie, wie viele Drogen man mit Anfang 20 tatsächlich nehmen kann!

Das Love-Parade-Revival-Fernsehmuseum wird nicht von den Camel-Silverpages gesponsert. Verschrottet der Truck der Jungen Union, der Fischer mit Gottes Hilfe wieder entbimmelt und die Opferkinder von einst schieben jetzt Opferkinderwagen. Alles Schnee von gestern! Aber wir gehen danach trotzdem ins Berghain. Das stellt keinen Widerspruch dar, denn das ist das Schöne: Dr. Bass praktiziert nach wie vor und seine Medizin wirkt immer noch!