Ausstellung Hamburg: Copieren & Verfälschen

2007
Ausstellung, Kunsthaus FRISE, Hamburg

Präzendenzfälle aus dem Schaffensprozess

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Der Name ist Programm: reproducts bedient sich der verschiedenen Medienmaterialien und schafft daraus etwas Neues. In Metamorphosen entsteht etwas ganz anderes – oder der Akt der Konzentration führt zur Quintessenz der Vorlage. Aber gleich ob „gegen den Strich gebürstet“ oder eingedampft auf die Substanz oder alle Mischformen dazwischen: Das auf medialer Folie veröffentlichte Private wird von der Gruppe dadurch wieder reprivatisiert – ein klarer Fall für den Urheberrechtsgerichtshof! Aber bevor es soweit kommt, haben die Künstler sich selbst zu befragen und zu entscheiden, welche Aneignung für das eigene Gewissen ethisch vertretbar ist und welche nicht.

Die Ausstellung dokumentiert die sozialen Plastik „Das reproducts-Fernsehmuseum“, das alleine qua seiner monatlichen Materialisierung in der Kurzfilmagentur in Hamburg und der Z-Bar in Berlin, sowie der permanenten Existenz im Netz geeignet ist, alle nur erndenklichen Fragen des Urheeberrechts zu erörtern.

Das gesamte Programm der Frise zu diesem Themenkomplex findet sich hier.

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