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10.01.2009

S.R.I. und die unheimlichen Fälle

… ein Alptraum kehrt zurück …

Fernsehmuseum: Serien: Angst

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Seit fast 40 Jahren vom Bildschirm verschwunden, ohne jede Spur – verzweifelte Gesuche in Internetforen: Wo ist S.R.I. und die unheimlichen Fälle?!!!? Wir wissen Rat! Die Soziale Plastik des Fernsehmuseums schätzt sich außerordentlich glücklich, in Zusammenarbeit mit Abteilung DG und dem Festival Asian Hot Shots Berlin* einige Folgen der legendären TV-Serie erstmals seit 1971 wieder zu zeigen – im japanischen Original, anmoderiert und begleitet von einer der Gründerinnen des Festivals und Dolmetscherin Maria Römer.

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05.12.2008

Nachsitzen!

Wenn Fernsehen Schule macht ...

Fernsehmuseum: Magazine, Ratgeber

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Schon zu seiner Geburt war das Fernsehen ein janusköpfiger Wechselbalg – einerseits Unterhaltung in Hitlers Fernsehgarten, andererseits Information und Beratung in allen Lebenslagen. Das Fernsehmuseum schnüffelt in dieser Materialisierung der Sozialen Plastik an jenen seltsamen Blüten, die meist gar nicht im Fernsehen ausgestrahlt wurden, aber die früher im Fernsehkasten und heute per Beamer im Unterricht, bei Kursen und Seminaren zur Schulung dargeboten wurden und werden. So hat Staplerfahrer Klaus – der erste Arbeitstag, die geniale Splatter-Metamorphose des Lehrfilms der 70er Jahre von Stefan Prehn und Jörg Wagner, längst seinen Weg von der Kinoleinwand zurück in die Schulungsräume für Gabelstaplerfahrer gefunden. Und so, wie sich das frühe Fernsehen des Theaters als Vorbild in Erzählweise und Inszenierung bedient hat, bediente sich der Lehrfilm des Kasperletheaters. Zumindest 1969 in einer aufrüttelnden Dokufiktion über Unfälle auf dem Bauernhof. Aber damit nicht genug! Der große Hans Mohl, den heute natürlich keiner mehr kennt, wagte 1982 auf dem Lerchenberg dann eine paradigmatische Blutgrätsche, die bis heute mit obsessivem Wiederholungszwang nicht nur dort, sondern bei allen anderen Sendern wiederholt wird: Die Verbindung von Unterhaltung und investigativem Journalismus im Format der Rateshow. Im „großen Sicherheitstest“ von Gesundheitsmagazin Praxis nehmen eine Reihe von Kandidaten an einem Multiple-Choice-Quiz teil. Dabei sind das alles Normalos, aber sie heißen wie berühmte Leute – der Wahnsinn!!! Nun, ob diese Placebos wirken?

Wir werden sehen!

03.10.2008

Das Risiko der Wohltat

Der Große Preis

Fernsehmuseum: Show, Benefiz-Aktion

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Am Tag der Deutschen Einheit wartet das Fernsehmuseum mit einer Sendung auf, die bereits in den 70er Jahren das ganze Volk vor dem Fernsehschirm vereinte: Der Große Preis. Mit niemand anders als Heinrich Georg Wilhelm Thoelke aus Mülheim, besser bekannt als Big Wim aus der Anstalt. Der Fernseh-Anstalt. Ein Mann mit vielen Gesichtern. Jura-Studium in der Promotion abgebrochen (Thema: „Rechtliche, insbesondere urheberrechtliche Probleme des Fernsehens“), Sport-Reporter, kaufmännischer Direktor einer Charter-Fluggesellschaft, Faktotum eines Stuttgarter Millionärs, Betreiber eines Abwasserentsorungsunternehmens, Patenthalter für die Dehnbundhose, Erfinder des Aktuellen Sportstudios (zusammen mit Harry Valerien und Rainer „Lammfellmantel in der Kältekammer“ Günzler), Verfasser der Autobiographie »Stars, Kollegen und Ganoven« über seine Zeit auf dem Lerchenberg und natürlich Moderator von Klassikern wie Klassentreffen, Drei Mal Neun und eben der Der Große Preis.

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06.06.2008

Selbstschuld

Ein Horrortrip zu den Charity-Shows der 90er

Fernsehmuseum: Show, Benefiz-Aktion

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Das erste Gesetz der Massenmedien lautet: Gute Nachrichten sind keine Nachrichten. Dieses eherne Gebot gilt allzumal für Fernsehshows. Dennoch gab und gibt es immer wieder Versuche, dem Guten eine Bühne zu bieten. Das reproducts Fernsehmuseum nimmt in seiner Emanation als Soziale Plastik zwei besonders gut abgelagerte Exemplare dieser Spezies unter die Lupe.

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04.04.2008

LSD – geht eine Droge in Rente?

Das Fernsehmuseum zum 65. Geburtstag von Lysergsäurediethylamid

Fernsehmuseum: Dokumentationen

Um die Antwort gleich einmal vorweg: Keineswegs klappt dieses Molekül seine Kohlenstoffringe zusammen wie einen alten Liegestuhl – im Gegenteil, die richtige Karriere als Stressless-Sessel für ungeahntes Kopfkino bahnt sich jetzt erst richtig an! Denn darf man den Aussagen seines Entdeckers, dem Schweizer Chemiegenie Albert Hofmann, Glauben schenken, steht uns das große Zeitalter der psychoaktiven Bewusstseinserweiterung erst noch bevor. Ein bisschen davon ahnte Hofmann wohl bereits am 16. April 1943, als er auf seinem Fahrrad vom Labor nach Hause abfuhr – und gleichzeitig in seinem Gehirn und seiner Seele und seinem Herz das LSD einfuhr. Die Erfindung des Rades für das Denken.

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04.01.2008

Der Beginn des Fernsehfilms

W.C. Fields in »Never Give A Sucker An Even Break«

Fernsehmuseum: Anfänge

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Fernsehen war in seinen Anfängen vor allem abgefilmtes Theater. Eine statische Guckkasten-Veranstaltung, in der Bühnenvorhang mit der Schiebetür des TV-Schranks ausgetauscht wurde. Mit Fernsehen hat das jedoch nichts zu tun. Die Wurzeln dieses Mediums liegen vor allem in der Fließbandproduktion der großen Hollywood-Studios, die mit den jeweils beliebten Stars Film um Film auf den Markt drückten wie die Hühner einer Legebatterie. In den 30er Jahren war einer dieser Kassenschlager-Garanten der geniale Komiker W.C. Fields. In seinem 1941 entstanden »Never Give A Sucker An Even Break« unterzieht er die Fährnisse dieser Produktionsform und des Drehbuchschreibens einer genauen Betrachtung, die in eine groteske Achterbahnfahrt aus Absurditäten mündet - und liefert dabei ein bis heute gültiges Statement zu Kino und Fernsehen gleichermaßen. Falls man Gelegenheit hat, das über den permanenten Lachkrampf mitzukriegen.

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07.12.2007

Unerhörtes Musikfernsehen

MTV als Fernsehlabor der Zukunft

Fernsehmuseum: Erinnerungen an das gute TV

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Klar, kein Mensch guckt MTV. Das stimmt zwar nicht, denn die Quoten von MTV steigen, aber kein Mensch, der noch ein Restgehirn hat, guckt MTV. An Gehirn prallt dieses Fernsehen, vor dem uns Marcuse und Adorno (und ja, natürlich, auch Horkheimer!) immer gewarnt haben, ab. Das ist wie bei Futurama, wo die Gehirne die Weltherrschaft übernehmen wollen, und nur Fry mit seiner Flatliner-Hirnstromkurve sie stoppen kann. Also eigentlich ist es genau umgekehrt. Aber egal. Zwischen den kleinbürgerlichen Terrorshows wie Room Raiders oder Parental Control, den minimalen Musikeinspielungen aufgrund von Werbeverträgen und der Dauerklingeltonwerbung gibt es ein Format, mit dem man einfach nicht rechnet: Drawn Together

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02.11.2007

Die Fernsehansage

Die Rückkehr der lebenden Fernsehansager/innen aus Ost und West

Fernsehmuseum: Struktur

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Abteilung DG und das reproducts-Fernsehmuseum freuen sich außerordentlich, eine Kollaboration mit Herman U. Soldan und dem promedia-Archiv bekanntzugeben. Aus dem schier unerschöpflichen Fundus dieses Archivs präsentieren wir zum Start in die neue Saison eine dreistündige Kompilation, in der wir ein Wiedersehen feiern mit einem seit Mitte der 90er Jahre aus allen Programmen verschwundenen Highlight – der Fernsehansage!

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