Zufall oder Programm

Die Vergangenheit von Zukunftsvisionen

Fernsehfriedhof.de - Z-Bar Berlin - 5. November 2018, 20 Uhr

computervisionen

Als der Mensch den Computer erfand, ging es von Anfang an nicht nur um die Erleichterung der Erbsenzählerei von Schlotbaronen und Pfennigfuchsern. Vielmehr träumte man davon, aus den Ariadnefäden der Vergangenheit ein Muster für die Zukunft weben zu können. Zwei Fiction-Dokus und ein Abenteuer von Dr. Kimble auf der Flucht zeigen uns drei verschiedene TV-Träume der letzten 40 Jahre aus der Welt von gestern für die Welt von morgen vor, die heute schon Vergangenheit ist.

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25.07.2018

Autonomes Fahren

2018
Postkarten-Vorlage
Archiv reproducts

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Someone is now on the way into denial ...

Kunst im Fernsehen

… von Nahem betrachtet …

Fernsehfriedhof.de - Z-Bar Berlin - 7. Mai 2018, 20 Uhr

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Kunst interessiert und fasziniert die Menschen seit der Höhle von Lascaux, als das Fernsehen noch aus Finger-Schattenspielen an Höhlenwänden bestand. Kein Wunder also, dass sich das uns bekannte Fernsehen immer wieder mit dem Thema Kunst beschäftigt. Aber es sind nicht die Magazinsendungen, die hier im Fokus stehen, sondern die etwas elaborierteren Versuche, diesem Mysterium auf die Schliche zu kommen. In der sozialen Plastik FERNSEHFRIEDHOFE.de werden darum diesmal ein paar ältere Gebeine exhumiert. Da wären zunächst die Waltons, die in ihrer epischen Saga praktisch jedes Thema abgebildet haben. Diesmal will Olivia Künstlerin werden. Aber verträgt sich das mit dem Alltag in Waltons Mountain? Vielleicht hätte sie vorher Peter Lustigs „Löwenzahn“ sehen sollen, wo ihr in 20 Minuten gezeigt wird, wie man Künstler wird. Oder wäre es vielleicht in einer Parallelexistenz als Großfamilienmutter und Aquarellista in der poshen Kunstszene möglich gewesen? Dann hätte ihr Rudi Carrells „Lass Dich überraschen“ ebenso eine „echte“ Ausstellung organisiert, wie das der Wunschtraum der Kandidatin dort ist. Mit allem Drum und Dran – sogar einer Vernissage mit echten VIPs! So viel Träumerei und Fiktion verlangt eine Brechung: Die gibt uns der Realitätflash in Form der Rede von Wolfgang Schäuble vor dem deutschen Bundestag anlässlich der Frage, ob der Reichstag in Berlin nun von Christo verhüllt werden darf oder nicht …

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05.02.2018

Im Bann von Bibi Blogsberg

Fernsehen, Internet und Fauler Zauber

Fernsehfriedhof.de - Z-Bar Berlin - 5. Februar 2018, 20 Uhr

iday

Wir schreiben das Jahr 1996. Dieses Mal werden auf Fernsehfriedhof.de uralte TV-Leichen exhumiert, die sich mit dem damals noch ganz neuen Internet beschäftigen. Auf dem Lerchenberg geht T-4 vor der Jahrtausendwende ein TV-Magazin an den Start, das den Zuschauern dieses wundersame Internet näherbringen soll. Bewaffnet mit einem 100 MHz PC und dem damals gebräuchlichen Browser (Netscape Navigator) geht es hinein in die – damals noch etwas weniger unendlichen – Weiten des World Wide Web. Ups, jetzt haben wir schon die Antwort für das Gewinnspiel der Sendung verraten, das nämlich fragte, wofür „WWW“ steht. Egal. 2001, wieder auf dem Lerchenberg, steht bereits der gesamte Fernsehtag im Zeichen des Internets – es ist der erste iDay. Das arme, junge Internet! In nur sechs Jahren vom Findelkind zur toten Cracknutte im Kofferraum eines Formel-Eins-Boliden. Und daran ist nicht Crystal (und auch nicht Krystle Carrington) schuld, sondern Kai Böcking und die ganze Truppe der offenbar ewig beäbbelwoiten Mainzer Fernsehmacher. Denn wenn das Web dazu dient, die „Zuschauer und User“ abstimmen zu lassen, welche Krawatte der Nachrichtensprecher heute in der Hauptsendung tragen soll, ahnen wir bereits, was wir jetzt nur zu gut kennen: den Daumen-Terror der gelikten Realität. Aber keine Sorge, das lässt sich noch steigern. Mit einer lebenden toten Cracknutte aus dem Spiegel-Kabinett der Influencer-Kranken. Die zeigt 2017 – tss, schon wieder vom Lerchenberg aus gesteuert! – wie uns die sozialen Medien manipulieren. Mit Hilfe einer TV-Sendung, die so derartig langsam, retro und manipulativ daherkommt, dass sich eine XY-Sendung aus den 70ern dagegen wie die Verkündung der ewigen Wahrheiten mit 180 bpm anfühlt. Davon kann man natürlich nur Ausschnitte zeigen, denn wir tragen schließlich eine Verantwortung gegenüber den Teilnehmern an der Formung der Sozialen Plastik Fernsehfriedhof.de – alles andere wäre körperliche und seelische Grausamkeit! Dennoch interessant ist, was uns diese Sendung über den gesellschaftlichen Stellenwert der verschiedenen Medien erzählt. Und vor allem welche Macht Fernsehen auch heute immer noch hat …

Postcard Edition Berghain V - Postkarten-Edition Berghain 5

2016
Postkarten-Set à 3 Stück mit 1 Motiv
Auflage 1500 Stück

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Nach dem "Black Whole" von 2016 wollten Ades Zabel und reproducts es diesmal richtig bunt treiben. Was Unwissende jedoch für illegales Pappmaterial halten, ist dem aufmerksamen Besucher wohlbekannt. Um die Vernichtung des Moments durch fotografisches Ablichten zu verhindern, werden am Eingang die Handy-Kameras mit bunten Aufklebern überdeckt. Ein nur scheinbar rein symbolischer Akt, denn diese Maßnahme wirkt sehr gut - es wird seitdem praktisch nicht mehr im Berghain fotografiert und gefilmt. So geht es dieses Mal um das Sehen und das Nichtsehen. Ebenso wie das Draußen und das Drinnen. Also dreht sich am Ende wiederum alles um die Tür.

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04.12.2017

Death Hacks

Fiktionen und ihr Verfallsdatum

Fernsehfriedhof.de - Z-Bar Berlin - 4. Dezember 2017, 20 Uhr

village

Auf dem Fernsehfriedhof.de findet ein Wettrennen statt! Wir lassen zwei Varianten der Fiktion gegeneinander antreten, um zu schauen, welche davon heute noch am besten mit uns Achterbahn fährt. Denn das ist seit Menschengedenken die Formel 1 aller Erzählungen: Fiktion! Im Epos, der Sage, der Religion, um uns unterhaltsam die Welt zu erklären – im Roman, im Film, in der Serie, um uns vielleicht einen Teil der Welt zu erklären, aber vor allem, um uns zu unterhalten. Interessant wird es besonders, wenn in der Fiktion selbst eine Fiktion erschaffen wird. Im roten Carrera-Flitzer lässt bereits Kobra, übernehmen Sie die Reifen qualmen. In der Folge „Da capo“ von 1971 wird William Shatner betäubt, chemisch auf jung getrimmt und entsprechend geschminkt in die vermeintliche Stadt seiner Jugend zurückversetzt, um ihm ein Geständnis für einen 30 Jahre zurückliegenden Mord zu entlocken. Dabei kommen rein analoge Hilfsmittel zum Einsatz – es ist die Zeit vor CGI und allen sonstigen digitalen Tricks. Wird sich diese Fiktion in ihrer Haltbarkeit – ihrer Glaubhaftigkeit – gegen den gelben Flitzer von Nummer 6 – The Prisoner behaupten können? In der Folge „Hammer oder Amboss“ von 1967 wird auf jegliche Requisite verzichtet. Die Fiktion, die Nummer 6 für seinen Gegenspieler baut, existiert einzig und allein in dessen Vorstellung. Und damit auch in der der Fernsehfriedhof.de-Besucher von heute.